Biografische Daten:

Ausbildung:

Geboren in Dresden, Mutter Pianistin, Vater Musiker in der Dresdner Philharmonie
1978: Studium an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden
1980: aktive Teilnahme am internationalen Musikseminar in Weimar, Meisterkurse bei KS Els Bolkestein (Oper), Peter Schreier( Liedgesang) und Prof. Lore Fischer( Oratorium)
1981: Regieseminare bei Harry Kupfer und Joachim Herz
1982: Diplom und Examen Hauptstudienfach Gesang( Oper, Musical, Operette, Konzert und Liedgesang) und Gesangs - Pädagogik
1992: Meisterkurs bei Brigitte Fassbaender in Bern
1996: Stimm - und Sprachtherapie am EURO - Medizinalkolleg Trier/ 1997 Abbruch

Fest - Engagements:

1982: Stadttheater Plauen/ Solistin in Musical/ Oper/ Konzert
1985: Opernhaus Karl- Marx- Stadt/ Solistin in Oper/Musical/ Konzert
1989: Opernstudio der Staatsoper Dresden/ Opernsolistin
1991: Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin/ Solistin Oper und Musical

Gastspiele:

1985: Stadttheater Freiberg: "Cecily" in "Mein Freund Bunbury"/ Natschinski
1987: Volksbühne Berlin: Titelpartie in "Cornet" / Matthus - Hans-Otto-Preis für beste Darstellung
1988: Landestheater Dessau: Titelpartie in "Clivia"/ Dostal
1993: Neues Forum Hamburg: Titelpartie in "The Gouverness"/ Britten
1993: Theater Osnabrück: 1. Dame in der "Zauberflöte"/ Mozart
1994: Theater der Stadt Plauen:"Blanche" in Orpheus in der Unterwelt/ Offenbach
2002: Opernzelt Merzig: "Woglinde" in "Rheingold"/ Wagner

Auslandsgastspiele:

1986: Kristianstad/ Schweden/ Konzerte
1988: Sowjetunion, CSSR/ Konzerte

Regiearbeit:

1996: Tufa Trier:"Die Schattenkomponistin" / Ein musikalisches Kammerspiel über die Komponistin Fanny Hensel
1997: Alte Eisenbahnhalle Losheim / Saarland: "Linie 1"/ Erfolgsmusical des Grips-Theaters Berlin/ Kinder - und Jugendtheater
1998: Alte Eisenbahnhalle Losheim / Saarland: "The Rats"/ englisches Musical nach der Geschichte vom "Rattenfänger von Hameln"/ Kinder - und Jugendtheater
1999: Alte Eisenbahnhalle Losheim / Saarland: Musical-Revue/ Kinder- und Jugendtheater
2005: Alte Eisenbahnhalle Losheim, Stadthalle Merzig / Saarland: "Rampenlichter" eine Nachwuchsgala und "Brahmissimo"
2007: Alte Eisenbahnhalle Losheim, Stadthalle Merzig / Saarland: Musiktheatercollage
2009: Alte Eisenbahnhalle Losheim / Saarland: "Walt-Disney-Gala" eine Nachwuchsgala

2011 : Premiere Schloss Namedy/ Villon- Verführer und Rebell/ ein Theaterstück über den großen Dichter

Lehraufträge:

1991: Pädagogische Hochschule Kiel: Stimmbildung, Musik und Didaktik
1997: Conservatoire de Luxembourg : Gesang und Ensemble
1999: UGDA - Musikschule Clervaux

Abbruch aller Verpflichtungen und Neubeginn:

2001 Eröffnung einer Privatschule für Gesang, Sprecherziehung und Schauspiel seit dieser Zeit künstlerisch und pädagogisch freischaffend tätig

 

Lebensgeschichte

Als ich geboren wurde, hatte meine Mutter schon meinen Bruder zur Welt gebracht und ihr Klavierstudium zugunsten der Familie abgebrochen. Mein Vater aber wurde Solobratscher der Dresdner Philharmonie.
Mein Vater nahm mich, als ich vier Jahre alt war, regelmäßig mit in den Konzertsaal und setzte mich während der Proben in den Zuschauerraum. Das war sozusagen, mein großer "Kindergarten". Es war ungeheuer aufregend, den Dirigenten und Solisten auf die Finger zu schauen und die Probenatmosphäre zu genießen. Dort, im Kulturpalast der Stadt Dresden, entwickelte sich meine große Liebe und Begeisterung zur Musik, zu den Künstlern und allem, was auf und hinter der Bühne geschieht.

Es ist kaum vorstellbar, was es bedeutet, in Kinderjahren unbeschwert zwischen Musikern, Dirigenten, Sängern, Solisten, in diesem ganzen Aufgebot von Bühnenproben und Orchesterkonzerten auf großer Bühne, in einem Zuschauerraum, der sich jeden Abend mit über tausend Menschen füllt, herumgeistern zu dürfen, eigens hineingeboren zu sein - und nur dieser Tatsache zu verdanken, dass man dazugehört. Dass ein Erwachsener dafür Enormes leisten muss, um die Portierloge passieren zu dürfen, weiß man mit vier Jahren natürlich nicht. Ich würde jedem Musikschüler wünschen, am Beginn seines Lebebns solch einen schönen und tiefen Einblick in die Musikerwelt zu bekommen.

Klavierunterricht bekam ich ab dem 5. Lebensjahr, und neunjährig durfte ich dann im Philharmonischen Kinderchor unter Leitung des Chefdirigenten Kurt Masur mitsingen. Die Begegnung mit diesem wunderbaren Menschen war prägend für meine musikalische Laufbahn.

Als Jugendliche ging ich auch ins Sprechtheater und mit 14 Jahren spielte ich in der Komparserie des Staatsschauspiels Dresden mit. Filmarbeit folgte bald darauf und ich lernte Rolf Hoppe kennen, der mir schon früh half, mich auf der Bühne einigermaßen sicher zu bewegen. Auch in zwei Filmen durfte ich mitwirken, so bei "Feuer unter Deck" mit Manfred Krug und "Ursula", eine Reformationsgeschichte mit dem großen Theatermimen Wolf Kaiser. Ein unvergessliches Erlebnis! Dieses und andere Erfahrungen weckten mein Interesse für Literatur und Theater.

Wenn man das Glück hat, in einer Kulturmetropole und einer Musikerfamilie aufzuwachsen, ist es natürlich nicht schwer, sein Lebensziel zu finden. Ich bewarb mich um einen Studienplatz an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in meiner Heimatstadt Dresden im Fach Gesang, Regie und Pädagogik.

Während des Studiums, wurde mein Sohn Philipp geboren. Für alle Studentinnen möchte ich hier an dieser Stelle sagen, dass ein Kind im Sängerberuf immer ein großes Problem, aber gleichzeitig das größte und schönste Ereignis des Lebens ist. Lasst Euch nie etwas anderes einreden, nicht von Kollegen und nicht von Agenten, die einem gern ein schlechtes Gewissen machen! Irgendwie meistert man die Situation. Auch singt es sich mit Bäuchlein recht gut. Im selben Jahr absolvierte ich das Opern- und Konzertexamen.

Die folgenden 12 Jahre war ich am Theater fest engagiert und sang zahlreiche Opern- und Musicalpartien.
In einer Zusatzausbildung im Fach Logopädie wollte ich mich auch therapeutisch qualifizieren, und so besuchte ich 1996 eine Logopädieschule. Nach kurzer Zeit musste ich aber feststellen, dass mir die meisten Kenntnisse zur Stimmtherapie schon während meines Studiums vermittelt worden sind und so brach ich die Ausbildung nach einem Jahr ab.

1999 geschah etwas, was mein ganzes Leben ändern sollte. Ein übermüdeter Taxifahrer fuhr mir frontal auf meinen kleinen Ford Ka und setzte so ziemlich allen Aktivitäten vorerst ein jähes Ende. Aber wie alle Dinge im Leben hat auch eine Krankenhauskarriere eine gute Seite. In den vielen Kliniken, in denen ich mich aufhielt, gab es nur eine Möglichkeit, am Leben dran zu bleiben: Lesen, Musik hören und - schreiben. Eine völlig neue Perspektive!
So viel zur Vorgeschichte, alles andere ist im tabellarischen Lebenslauf nachzulesen:



Lebenslauf in Bildern (Video)

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